dürftig


dürftig

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dürf|tig ['dʏrftɪç] <Adj.>:
1. den Erfordernissen, den Erwartungen nicht entsprechend, unzureichend:
eine dürftige Leistung; die Beweise sind dürftig.
Syn.: kümmerlich, spärlich, unergiebig.
2. von Armut zeugend:
dürftige Verhältnisse; dürftig leben.
Syn.: ärmlich, armselig, bescheiden, beschränkt, karg, kärglich, kläglich, kümmerlich, pop[e]lig (ugs. abwertend), spärlich.

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dụ̈rf|tig 〈Adj.〉
1. ärmlich, kümmerlich, armselig (Wohnung)
2. knapp, kärglich, unzureichend (Einnahmen, Essen)
3. unzulänglich, wenig gehaltvoll (Aufsatz, Rede)
● \dürftig ausgestattet; \dürftig gekleidet [<ahd. durftic;dürfen]

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dụ̈rf|tig <Adj.> [mhd. dürftic, ahd. durftic, zu mhd., ahd. dur(u)ft = Bedürfnis, Not (Notdurft; Verbalabstraktum zu dürfen)]:
a) von materieller Armut zeugend; karg, ärmlich:
eine -e Unterkunft;
in -en Verhältnissen leben;
-e Mahlzeiten;
d. bekleidet sein;
b) (abwertend) für den Gebrauch, einen Zweck nicht wirklich ausreichend; kümmerlich:
eine -e Beleuchtung;
ein -es Ergebnis;
-er Ersatz;
-e Beweise;
ihr Russisch ist d.;
unsere Bilanz sieht eher d. aus;
c) (seltener) schwächlich, schmächtig:
-e Bäumchen.

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dụ̈rf|tig <Adj.> [mhd. dürftic, ahd. durftic, zu mhd., ahd. dur(u)ft = Bedürfnis, Not (↑Notdurft; Verbalabstraktum zu ↑dürfen)]: a) von materieller Armut zeugend; karg, ärmlich: eine -e Unterkunft; in -en Verhältnissen leben; -e Mahlzeiten; d. bekleidet sein; von Menschen bewohnt, die d. lebten oder gar verkommen (Jahnn, Nacht 62); b) (abwertend) für den Gebrauch, einen Zweck nicht wirklich ausreichend; kümmerlich: eine -e Beleuchtung; ein -es Ergebnis; -er Ersatz; -e Beweise; sein Englisch ist d. (Frisch, Montauk 124); Dagegen sieht die Bilanz eines Durchschnittsunternehmers in Deutschland eher d. aus. Von 100 Mark Umsatz bleiben ihm magere 1,50 Mark Gewinn. (Woche 14. 2. 97, 11); c) (seltener) schwächlich, schmächtig: Morosow legte seinen Arm um den Kübel der -en Palme (Remarque, Triomphe 60); Frauen, die unansehnlich waren und d. von Gestalt (Feuchtwanger, Herzogin 12); Die kleinen Bäume in der Neunten Straße ... sind nach wie vor dünn und d. (Frisch, Montauk 13).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • dürftig — Adj std. (8. Jh.), mhd. dürftic, durftic, ahd. durftīg, as. thurftig Stammwort. Ist ein denominales Adjektiv zu ahd. durft, as. thurft, gt. þaurfts (aus g. * þurfti f. Bedürfnis ). darben, dürfen, Notdurft. deutsch s. dürfen …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • dürftig — dürftig: Das Adjektiv mhd. dürftic, ahd. durftic, asächs. thurftig »bedürftig« ist abgeleitet von dem Verbalsubstantiv mhd., ahd. durft, asächs. thurft, got. Þaurfts »Bedürfnis, Not«, das im Dt. nur noch in Notdurft (↑ Not) erhalten ist. In der… …   Das Herkunftswörterbuch

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